Gästebad Umbaumaßnahmen Wohnen

Fußboden entfernen – schmerzvolle Trennung vom Stäbchenparkett & die erste Überraschung

13. Februar 2016

Nachdem wir das Haus ja jetzt bezogen haben und es komplett ausgeräumt ist, können wir uns jetzt voll dem Umbau  widmen.
Als ersten Schritt wollen wir alles rausreißen, was wir später nicht mehr brauchen. Also müssen Böden und einige Wände raus. Wir fangen mit den Böden an. Hier haben wir ein Sammelsurium von Teppichböden, Laminat, PVC und Stäbchenparkett. Letzteres rauszureißen tut mir im Herzen weh. Da ich ja ein absoluter Liebhaber von alten Dielen- und Parkettböden bin, habe ich mir den Kopf zerbrochen, wie wir den Boden behalten können. Das Parkett ist fast noch vollkommen intakt, es gibt fast keine Spalte zwischen den Stäbchen und er ist einfach super schön. Da der Boden aber in unserem zukünftigen Bad liegt, gibt es keine Alternative. In dieser Ecke des Hauses liegt bisher noch kein Wasserzu-
oder –ablauf, das muss alles noch neu verlegt werden. Und das ist mit einem bestehenden Boden einfach nicht machbar. OK, aber vielleicht kann ich den Boden ja trotzdem retten. Das Aufbau des Bodens besteht aus einer Lattung, die auf den Betonboden geschraubt ist, einer 2cm-dicken OSB-Platte und darauf ist das Parkett geklebt. Vielleicht schaffe ich es ja, die einzelnen Stäbchen von der OSB-Platte zu lösen. Ich gebe mir zumindest alle Mühe und versuche, zu retten, was möglich ist. Ich versuche es mit Schraubenzieher, mit Stemmeisen, mit Meisel und Hammer, aber nach einer Stunde habe ich gerade mal einen halben Quadratmeter geschafft und meine Hände tun höllisch weh. So kann es also nicht weitergehen. Also versuche ich es mit einer stärkeren Waffe – dem Bohrschlaghammer. Das geht natürlich schon mal viel besser. Und ich bekomme erstaunlicherweise sogar viele heile Stäbchen heraus, aber am Ende bezweifle ich, diese jemals verwenden zu können, da sie durch den Kleber viele Rückstände haben und wahrscheinlich nie mehr so schön zusammengesetzt werden können. Den Sack mit den geretteten Stäbchen hebe ich sicherheitshalber trotzdem auf, man kann ja nie wissen. Was mich am Ende jedenfalls tröstet, ist, dass im Büro das gleiche Stäbchenparkett liegt und das können wir auf jeden Fall behalten. Und wenn hier mal eine Ecke kaputt geht, dann habe ich ja Reserve.

Was den Bodenaufbau angeht, muss ich in Nachhinein anerkennend sagen, dass dieser für das Parkett wirklich super war, zumindest was die Stabilität betrifft, Fußboden-Dämmung hatte damals wohl niemand so wirklich ernst genommen.

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Weiter geht es also mit dem PVC in der Küche und dem Laminat im Flur, der ruckzuck rausgerissen ist. Danach geht es an den Teppichboden im zukünftigen Wohnzimmer. Nachdem wir den Teppichboden rausgerissen haben, müssen wir schon mal schlucken. Unter dem Teppichboden sind OSB-Platten und die sind komplett verschimmelt und vergammelt. Über dem komisch modrigen Geruch in dem Zimmer hatten wir uns vorher schon gewundert, jetzt wissen wir zumindest wo er herkommt. Der nächste logische Schritt ist also das Entfernen von den OSB-Platten. Da diese ja immer genagelt und nicht geschraubt sind, ist das gar nicht so einfach und ziemlich kräftezehrend. Als wir die erste OSB-Platte entfernt haben, trauen wir unseren Augen nicht. Direkt unter den OSB-Platten ist Erdreich! Kein Betonfundament, kein Estrich, einfach nur Erdreich. Die OSB-Platten sind auf einem Lattengerüst befestigt, das auf kleinen Betonpfeilern steht. Einfach Wahnsinn, wir sind sprachlos. Schon die erste Überraschung und wir sind ganz am Anfang. Das bedeutet auf jeden Fall für uns nochmal Arbeit, die wir nicht eingeplant hatten. Das kann ja noch heiter werden…

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