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Plastik im Alltag vermeiden – 11 einfache Tipps #zerowaste #plastikfrei

23. November 2018
Alternativen zu Plastik ǁ fink & feder

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„Laut Greenpeace gelangen jährlich bis zu 13 Millionen Tonnen Plastikabfälle ins Meer.“

Ganz schön erschreckend, oder? Aber ein Leben ohne Plastik? Kaum mehr vorstellbar, oder?

Gefühlt alles, was man im Supermarkt kaufen kann, ist bunt umhüllt von einer oder mehreren Lagen Plastik – erstens ist das nicht schön und zweitens unheimlich umweltschädlich.

Ich habe mir selbst ganz lange keine Gedanken darüber gemacht und fleißig in Plastik verpackte Sachen gekauft. Aber kennt ihr das, wenn ihr plötzlich etwas seht, worauf ihr vorher noch nie geachtet habt und plötzlich fällt es Euch ständig auf? So war es bei mir mit dem Plastikmüll. Ich habe mich immer mehr an den Plastikverpackungen gestört, nach jedem Einkauf habe ich mich darüber geärgert, dass die halbe Einkaufstasche aus Plastikverpackungen besteht. Dann habe ich nach und nach versucht, so gut es geht, auf Plastik zu verzichten. Noch immer sind unsere Müllsäcke für mein Empfinden viel zu voll, aber das geht nun mal nicht von heute auf morgen. Seither suche ich ständig nach neuen Möglichkeiten, unseren Müll zu reduzieren und immer wird es ein ganz kleines bisschen weniger. Und wenn ihr mal damit angefangen habt, werdet ihr merken, es ist wie eine Sucht. Plötzlich will man immer weitermachen und mehr und mehr auf Plastik verzichten und sieht vieles, das einem vorher gar nicht aufgefallen ist. Dann seid ihr auf jeden Fall auf dem richtigen Weg!

Um Euch mal eine kleine Starthilfe zu geben, habe ich für Euch 11 ganz einfache Tipps, wie ihr das jeden Tag umsetzen könnt. Denn auf Plastik zu verzichten ist eigentlich gar nicht so schwer. Ihr werdet bald sehen, dass ihr das bald ganz selbstverständlich in Euren Alltag integriert und so schon Euren Beitrag zu einer plastikfreieren Umwelt leistet.

Habt – wie immer – Spaß dabei!

Alternativen zu Plastik ǁ fink & feder

1. MEHRWEG anstatt EINWEG (Pappteller, Strohhalme, Coffee-to-go-Becher)

Dieser Punkt ist wohl der mit der größten Auswirkung. Wenn man sich angewöhnt, bei Verpackungen zu Mehrweg anstatt Einweg zu greifen, spart man schon ganz schön viel Müll. Hier ein paar Alternativen zu Einweg:
Plastikflaschen: Glasflaschen bei Milch, Joghurt, Saft, Öl, Essig, Ketchup, Senf, Mais, …
Zudem können leere Glasflaschen und –gläser, die kein Pfand kosten, super weiterverwendet werden für Marmelade, selbst gemachte Säfte, …
Trinkhalme: gar keinen verwenden oder welche aus Glas, Bambus oder Stroh
Coffee-to-go-Becher: den Kaffee oder Tee vor Ort genießen oder einen eigenen Kaffeebecher aus z. B. Bambus mitbringen
Plastiktüten: Netze für loses Obst & Gemüse, Baumwollbeutel
Brottüten: Brot in Papiertüten verpacken lassen oder den eigenen Brotbeutel mitbringen
Einwegrasierer: klassische Rasierer aus Metall

2. UNVERPACKT kaufen

Viele Lebensmittel gibt es unverpackt. Das Einfachste ist, Obst oder Gemüse im Supermarkt anstatt in die bereitgestellten Plastiktüten in selbstmitgebrachte Obst- und Gemüsenetze zu packen oder sie einfach lose in den Einkaufskorb zu legen. Oft gibt es Großpackungen Obst oder Gemüse nur in Plastik verpackt, in den meisten Fällen gibt es aber direkt daneben das Obst oder Gemüse lose und ohne Verpackung. Ganz ehrlich, wie oft kauft man eine Großpackung, um dann die Hälfte davon wegzuschmeißen, weil sie entweder schon in der Packung schlecht war oder man es einfach nicht schafft, sie leer zu essen. Auch bei Aufbackbrötchen gibt’s unverpackte Varianten, man kann sich frischen Brötchen vom Bäcker holen oder selbst welche backen, spart Müll, ist viel gesünder und schmeckt auch noch besser.

Lieber weniger – dafür nachhaltig

In sogenannten Unverpackt-Läden gibt es viele Lebensmittel unverpackt wie Nudeln, Müsli, Gewürze, Kaffee, Spülmittel. Man bringt einfach seine Gläser und Flaschen mit, wiegt sie vorher, füllt sie und wiegt sie nachher.

Beim ersten Besuch im Unverpackt-Laden habe ich an der Kasse auf den Schock gewartet, da ich erwartet hatte, dass der Einkauf um einiges teurer ist, als im Supermarkt. Ganz im Gegenteil. Da man beim Unverpackt-Kaufen die Verpackung einspart, werden diese Kosten nicht bei den Lebensmitteln aufgeschlagen. Zudem sind die meisten Lebensmittel Bio, Fairtrade und von kontrolliertem Anbau.

Unverpackt-Läden gibt es bisher nur in größeren Städten, aber vielleicht gibt es ja einen bei Euch in der Nähe und ihr habt mal Lust einen Abstecher dorthin zu machen. Es macht unheimlich Spaß, seine Gefäße zu füllen und dabei ein so gutes Gefühl zu haben.

Hier findet ihr eine Liste aller Unverpackt-Läden in Deutschland.

3. Mit KORB, BAUMWOLLTASCHE oder RUCKSACK einkaufen gehen

Damit man nicht aus Not an der Kasse doch eine Plastiktüte kauft, immer schon mit Rucksack, Korb oder Baumwolltasche aus dem Haus gehen. Die sind viel robuster als eine Plastiktüte und die Ökobilanz natürlich auch viel besser. Eine kleine Baumwolltasche nimmt kaum Platz weg, kann gut gewaschen werden und hält ewig.

4. Taschentücher in der KARTONBOX anstatt in Plastiktütchen

Taschentücher kann man auch in einer praktischen Karton-Spender-Box kaufen anstatt die plastikverpackten Großpackungen mit vielen ebenfalls verpackten kleinen Plastiktütchen drin. Zudem gibt’s Taschentücher auch als Recycling – genau wie Toilettenpapier.

5. SEIFE AM STÜCK anstatt Flüssigseife, Shampoo und Duschgel

Wenn man sich mal zusammenrechnet, wie viel Müll allein bei der Verwendung von Flüssigseife, Shampoo und Duschgel in einem Monat anfällt, kann man sich die Müllberge vorstellen, wenn das jeder verwendet. Eine super Alternative, die ich schon seit Jahren nutze, ist Seife am Stück. Die kann man anstatt Flüssigseife ans Waschbecken legen, sieht zudem dekorativ aus und wäscht genauso gut die Hände. Ich verwende auch Seife anstatt Duschgel und Shampoo und werde glaube ich mein Leben lang nicht mehr umstellen, weil es einfach genial ist. Seither brauche ich auch keine Bodylotion mehr (wieder Müll gespart), weil die Seife die Haut rückfettet und somit die Haut gleich gar nicht trocken wird. Für die Haare verwende ich auch schon seit langem spezielle Haarseife, seither habe ich so tolle Haare, dass sogar meine Friseurin mich darauf angesprochen hat. Dazu gibt es bald einen ausführlichen Artikel. Seid gespannt.

6. KÜCHENHELFER aus HOLZ

In der Küche kann man ebenfalls auf so einiges an Plastik verzichten. Flaschenbürsten, Pfannenwender, Kochlöffel – das gibt es alles in Holz. Und sieht zudem viel schöner und hochwertiger aus als Plastik.

7. LUNCHBOX & TRINKFLASCHE aus ALU

Für unterwegs muss es nicht immer das in Frischhalte- oder Alufolie gepackte Sandwich sein. Es gibt superpraktische Lunchboxen aus Alu in allen möglichen Größen, die zum Teil auch schon unterteilt sind, wenn man noch ein bisschen Gemüse oder Obst einpacken möchte. Auch auf die Plastikflasche kann man getrost verzichten, hier gibt’s auch sehr schöne Modelle aus Alu, die sind robust und es gibt sie auch isoliert, damit der Tee unterwegs nicht kalt wird oder das Wasser nicht warm.

8. LEITUNGSWASSER anstatt gekauftes Mineralwasser

Wenn man sich einmal an Leitungswasser gewöhnt hat, gibt es nichts Praktischeres. Hahn auf, Wasser raus, fertig. Man kann sich viel Geld, Müll und Geschleppe sparen.

9. WASCH- und PUTZMITTEL selber machen

Genau wie bei Duschgel und Shampoo fällt bei Wasch- und Putzmittel extrem viel Verpackungsmüll an. Zudem bestehen sie aus Chemikalien, die zur Reinigung überhaupt nicht notwendig sind. Es gibt umweltfreundliche Alternativen, die man ganz einfach selbst herstellen kann und mit denen man auch noch Geld sparen kann. Dazu gibt’s auch bald einen ausführlichen Artikel. Ihr werdet Euch wundern, wie schnell und einfach das geht.

10. KLEIDUNG aus NATURFASERN anstatt synthetischen Stoffen

Nicht nur für die Umwelt, auch für die Haut ist es viel gesünder, bei Kleidung auf synthetische Stoffe zu verzichten und eher zu Baumwolle, Wolle und Leinen zu greifen. Beim Waschen von synthetischen Stoffen gelangen bei jedem Waschgang Mikroplastik-Teile ins Meer und irgendwann (über die Fische, die wir wieder essen,…) wieder auf unserem Teller.

11. WERBUNG – „Nein, danke“

Jeder kennt das: Unmengen Werbeprospekte im Briefkasten, die man auf direktem Weg wieder in den Müll schmeißt. Einfach ein Aufkleber auf den Briefkasten „Bitte keine Werbung – Danke“ und schon ist das Problem gelöst. Es verirrt sich zwar immer mal wieder ein Werbeprospekt in unserem Briefkasten, aber die Menge hat sich schon deutlich verringert.

Jetzt habt ihr mal eine ganze Menge Tipps und ich bin mir sicher, Euch fallen nach und nach selbst noch weitere Plastik-Einsparmöglichkeiten ein. Ich wünsch´ Euch einen guten plastikfreien Start!

Habt es schön, meine Lieben & bis bald!

Alternativen zu Plastik ǁ fink & feder

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