Leben Minimalismus, Zero Waste & Nachhaltigkeit

Ein kleiner Rückblick auf 2017 & meine Vorsätze für 2018

5. Januar 2018
Ein kleiner Jahresrückblick & meine Vorsätze für 2018 | fink & feder

Wenn ein Jahr zu Ende geht und das neue noch nicht angebrochen ist, macht man sich oft so seine Gedanken. Was habe ich im letzten Jahr schönes oder auch nicht so schönes erlebt? Was erwartet mich im neuen Jahr? Was erwarte ich selbst vom neuen Jahr? Was wird es bringen? Was will ich im nächsten Jahr verändern?

Das vergangene Jahr war für uns ein sehr ereignisreiches, spannendes und auch arbeitsreiches Jahr. Wir haben unseren Hausumbau nach zwei Jahren so gut wie fertig gestellt (endlich!). Wir haben jetzt ein wunderschönes gemütliches Wohn- und Esszimmer, eine tolle Küche und ein wahnsinnig kuschliges und helles Schlafzimmer und ein schlichtes, aber richtig hübsches Gästebad. Es macht einen ganz schön stolz, wenn man sich so eine Wohlfühloase geschaffen hat, in die man so viel Herzblut, Arbeit und Liebe hineingesteckt hat und am Ende ist das Gefühl, darin zu wohnen, noch viel schöner ist als erwartet. Wenn wir als Bilder anschauen, wie das Haus vor unserem Umbau ausgesehen hat, fragen wir uns oft, ob wir denn eigentlich total verrückt waren, uns diese ganze Arbeit aufzuhalsen. Ja, verrückt sind wir bestimmt ein bisschen… Aber das Wichtigste am Ende ist, dass es sich gelohnt hat. Und das hat sich´s auf jeden Fall.
So ganz fertig sind wir aber noch nicht. Wir müssen noch die beiden Kinderzimmer und das Bad im Obergeschoss renovieren. Die Außenanlage steht auch noch auf der To-Do-Liste, aber das hat alles Zeit und wir können das Ganze jetzt etwas entspannter angehen. Die zwei Jahre Hausumbau haben ganz schön an uns gezehrt und uns so einige Kräfte gekostet. Wir haben fast jedes Wochenende durchgearbeitet und freuen uns jetzt einfach auch mal an einem Samstag auszuschlafen, ganz gemütlich und ausgiebig zu frühstücken und dann einfach zu machen, auf was wir gerade Lust haben. Zudem müssen wir unsere Akkus aufladen für das neue Jahr.

Das hat nämlich eine ganz besondere Überraschung für uns! Es wird ein ganz besonderes Jahr für mich und mein Mann, denn unsere kleine Familie wird sich etwas verändern. Im Juni erwarten wir einen kleinen Zwerg und sind schon sehr (sehr sehr) gespannt, was alles auf uns zukommt. Wir freuen uns natürlich riesig darauf. Es ist unser erstes Kind und da ist alles nochmal viel spannender. Es verändert sich bestimmt ganz viel, aber ich bin mir sicher, es wird wunderschön! Und Veränderungen sind nun mal auch was Schönes, wenn man sie was Schönes sein lässt. Man hört leider auch viele Leute, die einem einreden, dass man die Zeit vorher genießen muss, als hätte man im Leben mit Kind keine Zeit mehr für eine liebevolle Beziehung zu zweit. Wir haben sehr viele Freunde mit kleinen Kindern und bei keinem kann ich auch nur annährend feststellen, dass das der Fall ist. Ich bin also frohen Mutes, dass das was kommt, etwas ganz ganz Wundervolles ist. Ohja, wir freuen uns

In der Zeit zwischen stressigem altem und spannendem neuem Jahr habe ich mir mal ganz viel Zeit für mich genommen. Ich verbrachte viel Zeit einfach mal ganz entspannt auf der Couch und machte, nach was mir der Sinn stand. Ich konnte endlich mal etwas zur Ruhe kommen und mir und meinen Gedanken etwas Zeit widmen. Wenn man mal zur Ruhe kommt und ganz entspannt seinen Gedanken freien Lauf lässt, wird einem erst bewusst, was alles so in seinem Unterbewusstsein herumschwirrt. In der Alltagshektik schiebt man viele Gedanken einfach zur Seite, sie schlummern dann so vor sich hin und melden sich dann ganz oft wieder zurück. Manchmal sind es unwichtige Dinge, die man komplett vergisst. Aber manchmal ist es auch etwas, das einem wichtig erscheint, das einem dann irgendwann ganz unverhofft wieder in den Sinn kommt. Ich habe in meinen freien Tagen ganz oft auf der Couch eingekuschelt, im Internet gestöbert, viele Blogs gelesen, bin dabei von einem zum nächsten Thea gehüpft und habe mich einfach mal von dieser Gedankenwelle mitreißen lassen. Dabei bin ich auf ein Themenbereich gestoßen, der mich so richtig gefesselt und nicht mehr losgelassen hat. Kennt ihr das, wenn ihr etwas liest und es trifft einen ganz bestimmten Nerv bei Euch? Ihr müsst die ganze Zeit daran denken und es lässt Euch einfach nicht mehr los?

So war es bei mir, als ich über das Thema nachhaltiger leben gestolpert bin.

Ein kleiner Jahresrückblick & meine Vorsätze für 2018 | fink & feder
Ja, ich weiß. Das Thema ist nichts Neues und auch nichts, was nicht jeder schon einmal gehört hat und auch nichts, was jetzt so richtig spektakulär klingt. Aber wenn man „nachhaltiger leben“ mal in seinem ganzen Ausmaß betrachtet, ist es etwas, das alle Lebensbereiche betrifft und das fand ich richtig spannend. An was denkt ihr zuerst, wenn es um nachhaltiges leben geht? Sind es die Lebensmittel, die Kosmetik, die Kleidung oder einfach nur der Lebensstil? Ich wusste im ersten Moment gar nicht so richtig, woran ich zuerst denken soll. Es gibt so viele unterschiedliche Bereiche, in denen man nachhaltiger leben kann. Auch wenn ich an unseren Neuankömmling denke, fallen mir auf Anhieb tausend Sachen ein, die man bei einem Kind nachhaltig gestalten kann.

Nachhaltig leben betrifft also wie gesagt so ziemlich jeden Lebensbereich und es gibt ziemlich viel, über was man sich jeweils Gedanken machen kann.

Ein kleiner Jahresrückblick & meine Vorsätze für 2018 | fink & feder
Lebensmittel
Wo kaufe ich ein? Ist das Gemüse biologisch angebaut? Ist es regionales und saisonales Gemüse? Woher kommt das Fleisch? Wie ist es verpackt? …
Haushaltsartikel/Möbel
Aus welchem Material bestehen diese? Benutze ich vieles aus Kunststoff?
Kosmetik: Woraus besteht die Kosmetik? Welche schädlichen Inhaltsstoffe sind darin enthalten? Werden dafür Tierversuche gemacht? …
Kleidung
Wie und wo wird es hergestellt? Unter welchen Bedingungen? Welche Materialien werden verwendet? Welche Herstellungsmethoden? Welche schädlichen Stoffe sind nach der Produktion noch in den Kleidern? Möchte ich das auf meiner Haut tragen?
Kinder
Woraus bestehen die Spielzeuge, Schnuller,…? Will ich, dass mein Kind darauf herumbeißt? Aus welchem Material besteht die Kleidung?
Ganz im Allgemeinen
Woraus bestehen die Materialien? Wie und wo wird das Produkt hergestellt? Wie ist es verpackt? Wird es klimaneutral verschickt? Was passiert damit, wenn ich es nicht mehr brauche? Ist es wiederverwertbar/kompostierbar? Brauche ich unbedingt ein neues oder tut es auch etwas Gebrauchtes?

Ein kleiner Jahresrückblick & meine Vorsätze für 2018 | fink & feder
Ich muss ehrlich gestehen, dass ich im ersten Moment ziemlich erschlagen war von all den Gedanken, die ich mir da gemacht habe. Das sind ganz schön viele Fragen auf einmal. Und die stellen sich ja nicht nur beim Einkauf, sondern auch beim Entsorgen und beim täglichen Lebensstil. Was sind die Alternativen? Was kann man am einfachsten umstellen, was braucht aber mehr Zeit? Genau das möchte ich für mich herausfinden. Und das habe ich mir für das neue Jahr vorgenommen. Mir ist schon bewusst, dass der Vorsatz, nachhaltiger zu leben, keine Umstellung ist, die von heute auf morgen passiert, sondern ein stetiger Prozess, bei dem man sich an den Optimalzustand heranarbeitet. Ich fange ja zum Glück nicht ganz bei Null an, da ich bisher schon auf Nachhaltigkeit geachtet habe, aber eben nicht in dem Ausmaß.

Ich habe also mal versucht, den Vorsatz „nachhaltiger zu leben“ in kleine Häppchen zu teilen und diese zu konkretisieren. Vorsätze soll man ja so konkret wie möglich definieren, da dann die Umsetzung viel wahrscheinlicher ist, da man das Ziel so viel deutlicher vor Augen hat.

Los geht´s:

PLASTIK VERMEIDEN
Ich versuche schon länger, nicht ganz so viel Plastik zu kaufen, sei es Haushaltsartikel oder verpackte Lebensmittel, aber leider gelingt mir das nicht immer wirklich gut. Oft bin ich einfach nur zu bequem und kaufe lieber alles in einem Supermarkt ein, als in den Bioladen zu fahren und dort unverpackte Lebensmittel zu kaufen. Aber genau deshalb hat der Punkt es auf meine Liste geschafft.

BEWUSSTER EINKAUFEN
Bisher habe ich mir recht wenige Gedanken gemacht, ob das Obst oder Gemüse regional oder saisonal ist. Ich habe ab und zu Bio gekauft, aber eben nicht immer. Ob das Gemüse gerade Saison hat oder ob das Obst aus dem anderen Ende der Welt kommt, habe ich bisher ziemlich oft einfach ignoriert. Wenn ich etwas gebraucht habe, habe ich es gekauft, egal woher es kam und wie es hergestellt wurde.
Genauso bei Haushaltsartikeln, Kleidung und Möbeln habe ich mir bisher recht wenige Gedanken über Herkunft der Produkte, Material oder Herstellung gemacht. Ich ertappe mich auch oft, dass ich viel, aber billig kaufe. Dabei ist es doch eigentlich viel schöner, weniger aber, aber dafür etwas hochwertigere Produkte zu kaufen.

UNSER HAUS AUSSORTIEREN
Das Haus aussortieren hat jetzt auf den ersten Blick nicht unbedingt etwas mit nachhaltig zu tun. Aber sich von allen unnötigen Dingen zu trennen, ist für mich notwendig, um alle vorhandenen Gegenstände im Haus mal unter die Lupe zu nehmen. Was habe ich alles? Was davon brauche ich wirklich? Was kann weg? Es muss ja nicht alles, was aussortiert wird, direkt in den Müll wandern. Es gibt immer genügend Freunde oder Bekannte, die sich über Dinge freuen, die wir aussortieren. Manche Sachen sind ja nicht schlecht, sondern man hat einfach nur fünf von der gleichen Sorte. Eine gute Möglichkeit ist auch, einiges davon auf einem Flohmarkt oder Flohmarktbörsen im Internet verkaufen. So kommt als positiver Nebeneffekt sogar noch etwas Geld in die Kasse und man muss die teuer gekauften Sachen nicht der Deponie überlassen.

NATURKOSMETIK VERWENDEN
Auch wenn ich schon teilweise auf Naturkosmetik umgestellt habe, kaufe ich doch oft einfachheitshalber noch Kosmetikartikel, die bestimmt nicht besonders gut für die Umwelt und schon gar nicht für den Körper sind. Hier ist auch noch ganz viel Optimierungspotential.

KOSTMETIK & REINIGUNGSMITTEL SELBST HERSTELLEN
Ich habe schon so oft gelesen, was man alles selbst herstellen kann: Zahnpasta, Reinigungsmittel und so vieles mehr. Und was so einfach sein soll, will ich auf jeden Fall mal ausprobieren.

So das war´s mal fürs Erste. Wenn ich mir die Liste so anschaue, habe ich ganz schön viel zu tun…. Aber soll ich Euch was sagen? Ich bin schon ganz kribbelig, weil ich mich auf die Umstellung richtig freue, ja wirklich! Es wird sicher nicht ganz einfach, aber bestimmt auch eine ganz spannende Erfahrung.

Ich halte Euch auf dem Laufenden!

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